Die Welt verändert sich und auch die Hundetrainer werden vor neue Herausforderungen gestellt. Die Mensch-Hund-Beziehung wird bewusster und liebevoller und es geht immer mehr um innere Fähigkeiten, anstatt um Methoden.

Die „positiven“ also gewaltfreien Methoden waren ein wichtiger erster Schritt auf dem Weg zu einer ganz neuen Mensch-Hund-Beziehung. Und doch sind wir noch nicht am Ende dieser Entwicklung angekommen.

Ich zum Beispiel habe nach diesem Schritt noch viele weitere gemacht und weiß, dass ich damit nicht allein bleiben werde. Weitere neuzeitliche Hundetrainer werden folgen und ich habe diesen Artikel geschrieben, damit Du fühlen kannst, ob Du einer davon sein möchtest oder vielleicht sogar bereits bist.

Hundetrainer werden - BankMerkmal 1: Du stärkst Mensch und Hund von innen heraus

Es ist ein großes Herzensanliegen von Dir, der Beziehung zwischen Mensch und Hund eine neue Tiefe zu geben. Denn Du hast erkannt, dass es allein mit Training nicht getan ist. Es braucht die Wahrnehmung, die inneren Fähigkeiten und auch die Selbstverantwortung des Hundemenschen, mit dem Du arbeitest. Erst dann können die beiden ihre (größeren) Herausforderungen auf eine wirklich friedvolle und nachhaltige Weise meistern.

Merkmal 2: Du lehnst alles ab, was sich für Dich oder Deine Teams schlecht anfühlt

Weder mit den Hunden, noch mit den Menschen möchtest Du mit Druck, Härte oder emotionaler Deckelung arbeiten. Das ist in der Praxis aber etwas, was Dich immer wieder vor Herausforderungen und Fragen stellt, die tiefer gehen als alles, was man in einer normalen Hundetrainer-Ausbildung oder -Fortbildung lernt. Und auch die Aufklärungsarbeit, zwischen Mensch und Hund zu vermitteln und alte (gewaltsame) Konzepte in den Köpfen Deiner Kunden zu lösen, gehört zu Deinen anspruchsvollen Aufgaben. Mal ganz abgesehen davon, dass viele noch gar nicht daran glauben, dass es wirklich funktioniert und sogar viele positive Nebeneffekte hat, den liebevollen Weg zu gehen.

Merkmal 3: Du möchtest praktische Anleitung und innere Arbeit verbinden

Es geht Dir gar nicht so sehr darum, dass aus Deiner Hundeschule nun ein reines Menschencoaching wird. Nein, Du möchtest einfach nur den Menschen so stark und kompetent machen, dass er so auch leichter seinen Hund in seiner Stärke und Kompetenz fördern kann – auf intuitive und empathische Art und Weise. Und trotzdem nimmst Du Dich auch denen an, die es erstmal ganz pragmatisch, kleinschrittig und einfach verstehen lernen möchten, wie eine achtsam geführte Mensch-Hund-Beziehung aussehen kann.

Als Hundetrainer ein strahlendes Vorbild für Deine Kunden werden

Hier reden wir von einem Aspekt der sich „leading by example“ nennt. Du bist mit Deiner Vision von einer neuen Art der Mensch-Hund-Beziehung ein/e Begleiter/in in eine ganz besondere Welt. Eine Welt, in der man sich von Herz zu Herz mit Tieren verbindet, ihnen zu hört und von ihnen lernt und sie auf eine wertschätzende Weise führt. Dazu gehört auch eine Art der Führung, die nicht klein, sondern groß macht. Und damit das Gleichgewicht stimmt, braucht es für einen starken Hund natürlich auch einen starken Menschen.

Hier kommst Du unweigerlich in den Bereich Coaching. Es geht um innere Weiterentwicklung und auch Aufarbeitung von alten Glaubensmustern und Verletzungen. Auch wenn Du eigentlich als Hundetrainer/in für die Menschen da bist, werden die wenigsten Themen wirklich den Ursprung in der Mensch-Hund-Beziehung haben. Das erfordert von Dir viel Empathie und ein fast schon heilerisches Talent im Sprechen und Gestalten von neuen Erfahrungen. Du bringst Licht in die Räume, in denen noch viel Unbewusstheit, viel Ratlosigkeit und auch Unsicherheit steckt. Der Effekt, den ein Hundetraining mit Dir hat, geht weit über das Verhalten des Hundes hinaus.

Gute Führung macht nicht abhängiger, sondern selbständiger

So werden moderne Hundetrainer in der Zukunft arbeiten

  • Es geht mehr um Kommunikation und Entwicklung als um das „perfekte“ Verhalten

  • Mensch und Hund werden vom Hundetrainer inspiriert miteinander und voneinander zu lernen

  • Der Mensch bekommt Inspirationen, Feedback und Austausch – alles konstruktiv und wertschätzend

  • Hundetrainer werden keine starren Konzepte oder Vorschriften mehr geben, sondern individuell gestaltbare Wege aufzeigen

  • Es gibt keine Schuldzuweisungen, denn jeder gibt stets sein bestes und braucht wenn dann eher Unterstützung

  • Weder der Hund, noch der Mensch, noch der Hundetrainer müssen „funktionieren“

Beziehung heißt immer auch gemeinsames Wachstum

Deshalb bist Du nicht nur da, um Mensch und Hund zueinander zu bringen und den Hund zu fördern, sondern auch um den Menschen zu ermutigen und zu inspirieren, mit der ganzheitlichen Förderung seines vierbeinigen Gefährten auch seinen ganz persönlichen Entwicklungsweg anzutreten.

Das braucht Bewusstsein, innere Ressourcen und spielerische Erfahrungsräume, um sich und die eigenen Fähigkeiten auszuprobieren. Und genau das möchtest DU Deinen Mensch-Hund-Teams geben können. Richtig?

Ein bisschen „anders“ sein? Ja, das will ich! Oder lieber doch nicht?

Außerdem möchtest Du Dich von Deiner tiefen, inspirierenden und auch natürlichen Seite zeigen. Du bist und kannst viel mehr als Trainingsmethoden, Alltagstipps und angeeignetes Hundewissen. Du hast Deinen Weg zu Dir selbst angetreten, als Du Dich für die Berufung Hund entschieden hast und willst Dich jetzt nicht wieder in vorgefertigte Formen drücken, nur um mit dem „Standart-Konzept“ vermeintlich mehr Nachfrage zu haben.

Du hast auch eine spirituelle Seite, die aber durch Deine Naturverbundenheit etwas sehr bodenständiges an sich hat. Und doch fragst Du Dich manchmal, ob Du diese Seite von Dir „da draußen“ wirklich so selbstverständlich zeigen kannst, ohne potenzielle Kunden abzuschrecken.

Hundetrainer der neuen Zeit werden gebraucht!

Ich sage Dir: Jetzt gerade ist mehr denn je die Zeit für interdisziplinäre Konzepte, authentische eigene Wege und Deine aus tiefstem Herzen gesprochene Botschaft. Und das wird auch in der Hundetrainer-Szene immer normaler werden.

Du merkst vielleicht selbst schon, wie diese Kultur des „Ich weiß, wie es richtig ist und Du musst es nur so machen, wie ich es sage“ immer unattraktiver wird. Es wird Zeit für echte Gemeinschaft, konstruktiven Austausch und Vernetzung. Ja, nicht nur in der Mensch-Hund-Beziehung selbst fehlte es lange an Verbundenheit sondern generell!

Alles Liebe
Deine Kim Laura Ulrich

Seelenfreunde Tierakademie Hundetraining online Kim Ulrich

Autorin: Kim Laura Ulrich
Wise Animal Gründerin & Mentorin für die ganzheitliche Arbeit mit Mensch und Tier
Animal Creation Coach

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